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	<title>Yoda Condition &#187; Selbstständigkeit</title>
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	<description>Debuggen du musst</description>
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		<title>Argumentiere niemals mit schlechten Beispielen</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Feb 2011 13:34:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ralf]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstständigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Durch meinen Feedreader bin ich über diesen Text von Daniela Warndorf gestolpert. Zuerst dachte ich es sei wieder einer dieser Jammertexte den man von Webworkern in regelmäßigen Abständen zu lesen bekommt. Erst im letzten Absatz las ich das Daniela Warndorf eine Texterin ist und demnach nicht zwangsweise zu der Gruppe der Webworker zu zählen ist. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Durch meinen Feedreader bin ich über <a href="http://offensichtlich.wordpress.com/2011/02/08/von-steaks-autos-und-milch-oder-nein-hier-gibt-es-nichts-umsonst/">diesen Text von Daniela Warndorf</a> gestolpert. Zuerst dachte ich es sei wieder einer dieser Jammertexte den man von Webworkern in regelmäßigen Abständen zu lesen bekommt. Erst im letzten Absatz las ich das Daniela Warndorf eine Texterin ist und demnach nicht zwangsweise zu der Gruppe der Webworker zu zählen ist. Die beschriebene Problematik trifft aber auf viele Bereiche und Berufsgruppen zu.</p>
<p>Im Grunde genommen ist die Grundaussage des Textes, dass man nicht für umsonst arbeiten könne, richtig. Ich denke und hoffe das dies auch niemand macht. Auf der anderen Seite sind Probearbeiten und Referenzen wirklich nichts mit dem man niemals im Berufsleben hätte rechnen können. Dies trifft nicht nur auf Kreative und Webworker zu, sondern auf so ziemlich jeden herstellenden Beruf.<br />
Nehmen wir einmal den Metzger aus Daniela Warndorfs ersten Beispiel. Probieren geht über studieren, dass wussten Metzger und Wurstfachverkaufskräfte schon bevor es Internet gab. Wer kennt es nicht, dass kleine Stückchen Fleischwurst das über die Theke gereicht wird. Oder die kleinen Probierhappen, die oft in jeder guten Metzgerei auf dem Tresen ausliegen. Warndorfs Beispiel ist völlig daneben gegriffen. Zum einen gibt es Proben beim Metzger, zum andern ist ein Steak nicht mit einem Text oder einem anderen digitalen Produkt vergleichbar. Schneidet man von einem Steak ein Stück ab damit der Kunde es probieren kann, ist das Steak irgendwann weg. Einen Text oder ein digitales Produkt wie z.B. ein Stück PHP-Code kann man unendlich oft kopieren und verteilen ohne das seine Qualität leidet oder das es weniger wird. Der Vergleich Texter mit Metzger hinkt also nicht nur, er ist schlichtweg falsch.</p>
<p>Ihr nächstes Beispiel ist da schon etwas besser. Die &#8220;kostenlose&#8221; Reparatur im Autohaus. Sicherlich erhofft sich der eine oder andere Kunde das quasi als Serviceleistung kleinere Mängel gleich mit abgestellt werden. Die Werkstätten haben jedoch schon vor langer Zeit die Situation erkannt und entsprechend gehandelt. Kostenvoranschläge nur gegen Bezahlung und jede Reparatur wird in Rechnung gestellt. Es tat zwar weh als ich mal für den <a href="http://neun12.de/artikel-744/">Austausch einer Sicherung im Wert von 75 Cent 20 Euro</a> bezahlt habe, es war aber gerechtfertigt. Denn bezahlt habe ich nicht die Sicherung, die gab es gratis. Bezahlt habe ich den Zeitaufwand der Werkstatt.</p>
<p>Warndorfs letztes Beispiel ist leider wieder völlig daneben. Denn auch die Milch verbraucht sich, genauso wie ein Steak. Und tatsächlich ist es, juristisch gesehen, das Risiko des Supermarktes die Waren zur Selbstbedienung im Regal anzubieten. Alternativ könnten sie, wie im guten alten Tante Emma-Laden, die Waren in einem Lager deponieren und dem Kunden nur die Waren aushändigen, die er kaufen möchte. Es ist also, wie man als Programmierer sagen würde, ein Designfehler des Supermarktes.</p>
<p>Warenproben, Probearbeiten und Referenzen gehören zum Berufsalltag genauso dazu wie Kunden die Aufträge geben. Ich denke Daniela Warndorf wird sicherlich auch schon mal eine Probefahrt mit dem Auto gemacht haben das sie kaufen wollte. Ich gehe aber nicht davon aus das sie dem Verkäufer deswegen gleich mal 30 Euro für Sprit und Abnutzung des Autos gezahlt hat. Oder? Und wer kennt sie nicht, Kunden die sich im Fachmarkt beraten lassen und dann billig im Internet bestellen?<br />
Natürlich will man ein Produkt erst einmal testen bevor man es kauft. Kann man dies nicht, weil es sich z.B. um ein Steak oder ein Liter Milch handelt, will man als Kunde Referenzen sehen. Also z.B. andere Kunden die mit diesen Produkt zufrieden waren.</p>
<p>Wie eingangs erwähnt, höre oder lese ich immer wieder vor allem von Selbstständigen das sie vollends darüber frustriert sind wenn sie &#8220;kostenlos&#8221; arbeiten sollen. Dabei drängt sich der Ausspruch &#8220;<em>Wasser predigen &#8211; Wein saufen</em>&#8221; jedes mal aufs neue auf. Denn auf der einen Seite würden sie selber niemals etwas kaufen was sie nicht ausgiebig getestet haben oder was zumindest über ausreichend gute Referenzen verfügt. Auf der anderen Seite wollen sie ihre Produkte weder zum Testen noch irgendwelche Referenzen anbieten. Aus diesen Frust heraus werden dann haarsträubende Beispiele konstruiert die nicht einmal ansatzweise das Problem darstellen. Geschweige denn mal Lösungsansätze wie man mit dem Problem &#8220;kostenlose Arbeit&#8221; umgehen soll. Das dieses Problem immer wieder auftaucht, kann leider nicht abgestritten werden.</p>
<p>Auf das Problem &#8220;kostenlose Arbeiten&#8221; gehe ich in einen anderen Artikel mal näher ein, es würde ansonsten den Rahmen sprengen. Es ist jedoch immer wieder schade anzusehen wie hilflos, verzweifelt und unkreativ angeblich selbstständige mit solchen Problemstellungen umgehen. Das da meist nur Jammern übrig bleibt, ist mehr als bedauerlich.</p>
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